Organtransplantation

Der große Tag ist gekommen und der Patient wurde erfolgreich transplantiert. Jetzt geht es Schritt für Schritt weiter in ein gesundes Leben mit neuem Organ.

Direkt im Anschluss an die Transplantation wird der Patient auf der Intensivstation versorgt, um die gesundheitliche Situation optimal zu überwachen und die nötigen Hygienemaßnahmen zu gewährleisten. Nun startet auch die Gabe der sogenannten Immunsupressiva, die ab jetzt fester Bestandteil des Alltags werden. Sie sind notwendig, um eine etwaige Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern.

In der direkten Nachversorgung werden die Medikamente individuell auf den Patienten eingestellt, dazu gehört eine intensive Überwachung der Blutwerte. Nun ist auch der Zeitpunkt, wo der Transplantierte eigenverantwortlich seine Therapie in die Hand nimmt. Dazu gehört die pünktliche und exakte Medikamenteneinnahme genauso wie Hygieneregeln oder das Erkennen möglicher Anzeichen eines Abstoßungsprozesses.

Eine Organtransplantation verändert das Leben und viele Dinge, an die erkrankungsbedingt vorher nicht zu denken war, sind wieder möglich. Aber natürlich gibt es auch Einschränkungen und viel Neues, das man beachten sollte.

Wir haben einen ausführlichen Bericht zur Organtransplantation mit vielen Infos zum Alltag, wie Arbeit und Beruf, Ernährung, Reisen, Sport, Hygiene oder Sexualität und Kinderwunsch als Download für Sie erstellt.

Mögliche Anzeichen eines Abstoßungsprozesses

Allgemein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Blutdruckanstieg, Schmerzen im Trans-plantatbereich, Vergrößerung des Transplantats, Gewichtszunahme, Beinschwellung auf der Seite des Transplantats, Fieber

Bei einer Nierentransplantation: Abnahme der Urinmenge

Bei einer Lebertransplantation: Gelbfärbung der Haut oder der Augen, heller Stuhlgang, dunkler Urin

Darauf müssen Transplantierte achten

  • Regelmäßige Einnahme der Medikamente
  • Fieber und Blutdruckkontrolle
  • Funktion des Transplantats prüfen
  • Dosierung der Medikamente kontrollieren (in Absprache mit dem Arzt)
  • Komplikationen frühzeitig erkennen
  • Hygiene und Infektionsschutz
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