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Lungen / Herz-Lungentransplantation

 
Manche Lungenerkrankungen verschlechtern sich trotz optimaler Therapie und können zu dauerhafter schwerer Luftnot führen. Die Betroffenen sind kaum noch in der Lage ein halbwegs normales Leben zu führen und körperliche Belastungen sind fast unmöglich. Wenn es mangels Alternativen keine Behandlungsoptionen mehr gibt, kann eine Lungentransplantation eine echte Chance für die Patienten darstellen.

Je nach Vorerkrankung wird eine einseitige oder doppelseitige Lungen-transplantation vorgenommen. Bei einigen bestimmten Grunderkrankungen muss eine kombinierte Herz- und Lungentransplantation in Betracht gezogen werden. Oftmals ist erst nach Abschluss aller Vorbereitungsuntersuchungen die Entscheidung über das am besten geeignete Operationsverfahren möglich.

Die Entscheidung für eine Lungentransplantation muss von allen Beteiligten sorgfältig abgewogen werden. Für den Patienten, aber auch für den Arzt ist es besonders wichtig, gut informiert zu sein. Je besser der Betroffene über die Chancen und Risiken weiß und was genau auf ihn zukommt, um so besser kann er sich vorbereiten und dann auch entscheiden. Sehr wichtig ist ein intaktes soziales Umfeld.

Die Entscheidung, ob und wann ein Patient für die Transplantation gemeldet wird, ist manchmal sehr schwierig. Es ist im Einzelfall nicht abzuschätzen, wie lange die Wartezeit sein wird. Sie kann nur wenige Monate, oder auch mehrere Jahre dauern.

Viele Patienten erreichen nach der Lungentransplantation wieder eine gute bis sehr gute körperliche Leistungsfähigkeit. Jedoch ist der Erfolg einer solchen Operation im Einzelfall nicht vorhersagbar. Dennoch können die meisten wieder Sport treiben und ein fast normales Leben führen. Sogar die Rückkehr in den Beruf ist für einige Betroffene wieder möglich.

Dennoch darf nicht verschwiegen werden, dass es auch Krankheitsverläufe gibt, bei denen der Transplantationserfolg nur vorübergehend oder gar nicht so gut verläuft, sodass sich die Leistungsfähigkeit wieder verschlechtern kann. Außerdem sind Nebenwirkungen der notwendigen Medikamente möglich. Es gibt also keine Garantie für den einzelnen Patienten, dass der Transplantationserfolg optimal abläuft.

Die Lungen- bzw. Herz-Lungentransplantation ist in jedem Fall ein großer operativer Eingriff bei zumeist schwerkranken Menschen. Dadurch besteht ein nicht kleines Risiko, sowohl bei der Operation als auch danach zu versterben.

Das Risiko ist in der ersten Zeit sehr groß und nimmt im Laufe der Zeit ab. Das erste Jahr überleben etwa 80 Prozent der Betroffenen. Fünf Jahre nach der Transplantation noch etwa 55 Prozent. Mittlerweile gibt es einige Patienten, die mehr als 10 Jahre nach der Transplantation noch leben.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind ein absolutes Muss nach der Transplantation. Diese Kontrollen dienen dazu, Abstoßungsreaktionen, Infektionen und andere gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Je früher man diese Probleme erkennt, um so schneller kann man darauf reagieren. Damit es dem Betroffenen möglichst lange gut geht, sind diese Nachuntersuchungen dringend erforderlich. Dabei werden Blut-untersuchungen und Lungenfunktionstests gemacht, aber auch Röntgen-untersuchungen und besonders im Anfang Bronchoskopien sind von Nöten.

Die Medikamente die die Abstoßungsreaktionen verhindern sollen, nennt man Immunsuppressiva. Nach einer Lungentransplantation werden meistens drei verschiedene Medikamente als Cocktail eingenommen, von denen eins Kortison ist. Leider haben diese eine Reihe von Nebenwirkungen, die teilweise wiederum medikamentös behandelt werden müssen. Nicht vergessen darf man, die Gefahr einer chronischen Abstoßung. Sie ist nach einigen Jahren immer noch gegenwärtig und belastet dadurch natürlich auch.

Bei einer Lungentransplantation ist daher die Behandlung mit der Operation nicht abgeschlossen. Die eigene Immunabwehr erkennt das transplantierte Organ als fremd und versucht es daher abzustoßen. Deshalb müssen alle Transplantierten lebenslang Medikamente zu sich nehmen, die diese Abstoßungsreaktionen unterdrücken.

Leider wird dadurch auch die Abwehrkraft des Körpers gehemmt, die der Mensch braucht, um sich gegen Infektionen zu wehren. Daher sind alle Transplantierten wesentlich infektionsanfälliger als Gesunde. Auch verlaufen diese Infektionen oft schwerer.

Daher ist es notwendig, solche Infektionen möglichst zu vermeiden. Dies geschieht durch vorbeugende Maßnahmen wie das Meiden großer Menschenansammlungen, durch das Tragen eines Mundschutzes besonders in der Anfangszeit oder das Verhindern von Kontakten zu Tieren.

Auch durch Impfungen kann man das Risiko mindern. Dabei ist darauf zu achten, dass keine lebenden Impfstoffe verwendet werden. Zu empfehlen sind insbesondere Impfungen gegen Grippe, Tetanus und Hepatitis. Generell gilt, bei anstehenden Impfungen immer zuerst mit dem Transplantations-zentrum Rücksprache zu halten.

Die Wartezeit und auch die erste Zeit nach der Lungentransplantation werden nicht spurlos an den Patienten vorübergehen und psychische Probleme sind dabei etwas ganz normales. Eine Lungen- bzw. Herz-Lungentransplantation ist eine lebensverändernde Erfahrung an der Grenze des Todes. Danach ist die Rückkehr in den Alltag alles andere als leicht.
 
Auch die Angehörigen müssen sich mit der neuen Situation erst anfreunden. Gespräche mit Betroffenen können eine erste Hilfe sein. Auf Wunsch vermitteln wir gerne Ansprechpartner. Mit Ihnen kann man über seine Ängste und Sorgen auf Augenhöhe sprechen.

Aber manchmal reicht das nicht. Dazu gibt es an einigen Transplantationszentren auch professionelle psychologische Hilfe oder Sie suchen sich eine Therapeutin oder einen Therapeuten. Nutzen Sie diese Chance für sich.
 
 
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Quellenangabe:

BDO-Patienten-Information Lungen- und Herz-Lungentransplantation, Bundesverband der Organtransplantierten e.V.





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